Wie versprochen, bekommt ihr jetzt die ganze Geschichte von Bella. Die Bilder hab ich jetzt auch mal anders bearbeitet (ziemlich aufwendig für meinen Geschmack ;-) ) , aber ich hoffe, dass ich damit nun erreiche, dass ihr nicht ständig eure Bildschirme drehen müsst. ;-D
Bella kam wie gesagt in einem Paket von Nicole zu uns.
Ein paar Tage später habe ich dann an die Arbeit gemacht. Zunächst einmal habe ich Bella entkleidet. Das Kleidchen war nach der Wäsche aber leider nicht mehr zu gebrauchen und musste entsorgt werden. Der Rest von Bella war noch top in Schuss, nur leider etwas zerzaust und schmutzig.
Zur Erinnerung, so sah Bella vorher aus:
(haha, es klappt. Ich sehe Bella aufrecht ... ihr auch? ) :-)))))))))))))
Zunächst hab ich sie dann entkleidet und vorsichtig eine Schulternaht aufgetrennt, um den Kopf besser bearbeiten zu können.
Der sah dann anschließend so aus und mich überkam der Gedanke, ob ich den wohl jemals wieder an seinem Körper befestigt bekomme. Ich hab den Gedanken verdrängt und mich an die weitere Arbeit gemacht.
Dann musste der Körper ausgeleert werden. Ihr glaubt gar nicht wie fies viele Jahre alter Schaumstoff werden kann. Mitwaschen war undenkbar, den Körper ungewaschen lassen auch. Also hab ich den Schaumstoff oder besser gesagt die Schaumstoffbrösel entfernt und anschließend entsorgt.
Danach konnte der Körper problemlos in einer warmen Gallseifenlauge eingeweicht und durchgeknetet werden. War ganz schön grau das Wasser. ;-)
Während der Körper trocknen durfte, wurde der Kopf bearbeitet. Erst einmal wurde das Gesichtchen vorsichtig gewaschen. Anschließend wurden die Haare gewaschen. Zunächst einmal in einer lauwarmen Spüliwanne. Dabei habe ich den Kopf immer schon nach unten gehalten, damit nicht allzuviel Wasser in den Kopf läuft und womöglich das Haarnetz beschädigt, andem die Haare befestigt sind.
Den Schaum hab ich eine zeitlang einwirken lassen und dann mit viel klarem Wasser abgespült. Damit waren die Haare zwar sauber, aber mehr auch nicht. ;-)
Also (Internet sei Dank ;-D ) hab ich mich schlau gemacht, was ich tun kann und bin mehrfach darauf gestoßen, dass man die Haare mit Weichspüler (ja, der der sonst in die Waschmaschine kommt!) wieder hinbekommt. Großzügig in Wasser gegossen, hab ich die Haare dort einige Zeit einweichen lassen.
Die gewaschenen Haare habe ich dann lufttrocknen lassen und danach Strähne für Strähne gekämmt. Auch da wusste ich, dass das einige Geduld erfordern würde. Aber die Hoffnung, dass ich Bella wieder hinbekomme blieb hartnäckig.
Leider war mir recht bald klar, dass die Haare wohl in ihrer kompletten Länge nicht erhalten bleiben können, die arme Bella hatte ziemlich Spliss. ;-)
Also musste ich noch einen Schritt ergänzen und Bella die Haare schneiden.
Okay, okay, jeder Friseur wird wahrscheinlich bei meiner Haarschneidekunst die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber soweit geht der Perfektionismus dann doch nicht. Bella ist schließlich eine Puppe und ich hab mir redliche Mühe gegeben mit ihrer Frisur.
Nachdem ich mit mir halbwegs zufrieden war, sah Bellas Frisur dann so aus:
Nun musste der Körper wieder befüllt werden, der inzwischen wieder ganz getrocknet war und noch dazu wieder frisch roch.
Genutzt habe ich dazu ganz herkömmliche Füllwatte. Damit habe ich Bella richtig fest gestopft!
Und dann kam auch schon der Teil, vor dem ich die meiste Sorge hatte. Bellas Kopf musste wieder mit dem Körper verbunden werden. Zum Glück ging das letztendlich viel einfacher als gedacht und nachdem auch die Schulternaht wieder geschlossen war, sah die nackte Bella so aus:
Bella brauchte jetzt nur noch was passendes zum Anziehen. So hab ich ihr aus Stoffresten kurzentschlossen einen Pullover und eine Latzhose genäht, abschließend auch noch ein Stirnband, denn nach der langen Zeit müssen sich die Ponyhaare erst einmal wieder legen und das Stirnband hilft dabei.
Sieht ein bisschen aus, wie diese Damen, die in den 80ern morgens im Fernsehen mit vielen Hausfrauen Aerobic gemacht haben, oder? ;-) Ich bin allerdings sehr zufrieden und was neues zum Anziehen kann sie ja demnächst immer noch bekommen. :-)
Die kleine Puppenmama hat sich jedenfalls riesig gefreut, denn Bella durfte sie schon am Morgen nach der Fertigstellung haben, bis Weihnachten konnte ich dann doch nicht warten.
...und damit kennt ihr nun Bellas ganze Geschichte. Aus Nicoles Keller, bis in die Arme unserer Tochter!
Eure Maureen